BERND BLEFFERT

Erdklang

Erdklang verfolgt die Idee "sphärische Schwingungen" ins Erdinnere zu verlegen, um diese urbildhaft nach außen dringen zu lassen.

In vorliegendem Tunnelgewölbe sind auf Resonanzkörpern drei Saitenstränge von ca. 20/ 30/ und 40 m Länge installiert, die bei entsprechender Anregung diesen „Erdklang“ im offenen Erdtrichter vermitteln.
Das Tonbild entsteht durch Entlangziehen an den Saiten mit kollophoniumbenetzten Fingern (bzw. mit Schlauchgummi): die Saiten werden durch diese Reibung zu einer Dauerschwingung zwischen den Befestigungspunkten angeregt (longitudinaler Modus: es entstehen singbare, bordunähnliche, sehr obertonreiche Klänge).
Zupft man im Gegensatz dazu die Saiten, ist der Grundton – von sehr geringer Frequenz – über das Hören nicht mehr wahrnehmbar (transversaler Modus).

Technische Daten :
- Tunnel 1,4 m breit, 2 m hoch, 45 m lang
- Erdtrichter ca. 12 m Durchmesser
- Eichenstele mit 18 Stimmwirbeln
- 3 Stahldrahtseitenstränge mit je 6 Saiten
- 3 Holzresonanzkörper mit Metallstegen